Loverboys
Unter dem Titel “Morgens Mathe, mittags Hure” berichtet der SPIEGEL ausführlich über die Loverboys in Holland und erweckt damit den Eindruck, als handele es sich dabei um ein Problem unserer Nachbarn. Das ist leider falsch. In den Niederlanden ist man nur auf dieses Problem aufmerksam geworden und entsprechend sensibilisiert. Schon mehrere Filme haben dort die Zuhälter thematisiert, die sich zuerst “liebevoll” an ahnungslose junge Damen heranmachen, um sie dann später zur Prostitution zu zwingen. In Holland gibt es bereits eingehende Untersuchungen zum Profil der Täter und ihrer Opfer. Erschreckend dabei ist, dass knapp ein Drittel aller zur Prostitution gezwungenen Mädchen minderjährig sind, angefangen bei 12 Jahre alten Kindern.
Die Täter sind international organisiert und betreiben mit ihren Opfern über die Grenzen von Deutschland, Belgien und Holland hinweg Menschenhandel. Minderjährige aus Deutschland werden nach Holland verschleppt und dort in Bordellen ausgebeutet, wie auch umgekehrt Mädels aus den Niederlanden in deutschen Bordellen landen, auch Minderjährige.
Falsch ist auch der vom SPIEGEL erweckte Eindruck, die Täter seien falsche Latin lovers, “Südländer”. Auch hierzu gibt es in den Niederlanden bereits Erhebungen, wonach 37% der Täter z.B. marokkanischen Migrationshintergrund haben. Die Zahlen sind aber nicht gesichert. Die Macher der Internetseite “lover-boy” glauben, dass die Täter überwiegend aus islamischen Ländern kommen, während sich Hilfsorganisationen wie “stoploverboys” zwar mit Zahlen zurückhalten, aber die Geschichten, die auf deren Seiten von Mädchen erzählt werden, zu fast 100% “Südländer” zum Gegenstand haben.
Allein in Holland sollen jährlich bis zu 1500 Mädchen durch Loverboys zur Prostitution gezwungen werden. In dem “Gewerbe” ist aber die Dunkelziffer naturgemäß besonders hoch und Zahlen aus Belgien und Deutschland liegen überhaupt keine vor. Aber selbst wenn man das Problem nur vorsichtig von Holland nach Deutschland hochrechnet, dann müssen hier jährlich mindestens 6000 Mädchen den Loverboys zum Opfer fallen.
Wie kommen diese Schweine an die Mädchen heran? Das hängt vom Alter der Mädchen ab. Ab 15 bis 16 ist das Umfeld der Schulen der Kontakthof und an die ganz jungen Mädchen macht man sich per Internet ran.
Die Eltern haben meist keine Ahnung, was sie ihren Töchtern antun, wenn sie ihnen einen Laptop schenken, natürlich mit Webcam. Und selbst wenn keine Webcam integriert ist, so ist eine solche doch für 15 Euro Taschengeld schnell gekauft und über Stickam kostenlos und schnell ans WWW angeschlossen. Und schon geht der Traum in Erfüllung: ich kann mich www-zeigen. Die ganzen Dumpfbacken in der Politik haben bei ihrer Kinderpornodiskussion überhaupt keine Ahnung, wie viele kleine Mädchen täglich ganz “freiwillig” vor ihrer Webcam die Hosen runter lassen (das Bild ist ein verfremdeter Screenshot von Stickam, wo ein ca. 13-jähriges Mädchen ihre “innere Anatomie erklärt”, binnen weniger Sekunden “erklickt”). Die Eltern haben meist noch weniger Ahnung. Aber die Loverboys haben diese Ahnung und für sie geht im WWW ein Traum in Erfüllung.
Warum, warum fallen Mädchen auf diese gegelten Gockel rein. Nun, man schaue sich die weichgespülten Jungmänner hiesiger Provenienz an, die sich dafür schämen, wenn ihr Dreibein beim Anblick eines hübschen Mädchens aus der Hose zu hüpfen droht.
Es gibt in Holland übrigens schon lovergirls. Die werden nicht etwa dazu angesetzt Männer anzumachen, sondern ihre Geschlechtsgenossinnen zusammen mit Loverboys von den Vorteilen des Lebens in der Horizontalen zu überzeugen. Aber wahrscheinlich gibt es die auch längst hier, nur will es keiner wissen.
Tags: Kriminalität, Medien

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