Tote wehren sich nicht

Zum Tod der Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig habe ich bisher geschwiegen, wüsste auch nicht, was ich zum Selbstmord eines Menschen sagen könnte. Aber nun reißt mir die Hutschnur. Ein Mensch, der sich Karikaturist nennt, nutzt den Tod von Frau Heisig und den posthumen Erfolg ihres Buches “Das Ende der Geduld” schamlos für den Verkauf seiner geschmacklosen Kritzeleien aus. Auf dem news-Portal des dpa-Ablegers news aktuell GmbH veröffentlich Wiederlichroth folgende Werbung in einer Sache:

Buch der mutmaßlich ermordeten Kirsten Heisig: Posthume politkorrekte Textabschwächungen kann sie nicht mehr beanstanden … Bildunterschrift: Tote Autoren reklamieren nicht … blablabla

Genau, tote Autoren können sich nicht wehren. Was für ein Schmutzbuckel, auf dessen Nennung und Verlinkung der “Karikatur” ich gern verzichte, auch auf die Gefahr, dass man meine Aufregung nicht versteht.

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Geschrieben von Labersack am 30.07.2010, 16:22 in Gesellschaft |

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